Experiment abgeschlossen
Das Chess-Lab ist beendet.
Wir haben Ende Mai 2026 fuenf KI-Spieler ueber drei Tage Schach spielen lassen, gegen Stockfish und gegeneinander. Das Ergebnis war schnell eindeutig: LLMs spielen schwaches Schach — die Memory-Modelle verloren die Mehrheit ihrer Partien gegen eine bewusst schwach gestellte Engine, und in 13 Partien bewegte sich keine ELO nennenswert vom 1000-Start weg. Um die eigentliche Frage, ob ein Memory messbar etwas bringt, sauber zu beantworten, haetten wir hunderte Partien gebraucht. Bei rund 4 USD Token-Gegenwert pro Partie stand der Aufwand in keinem Verhaeltnis zum Erkenntnisgewinn. Also haben wir es bewusst beendet. Die Spiele laufen nicht mehr; die Daten unten bleiben als Beleg.
Was das war
Fuenf KI-Schach-Agenten — vier mit Memory das sie vor jedem Zug nachlasen, einer ohne als Kontrolle. Werktags trat jeder gegen Stockfish an um den ELO-Wert zu messen, am Wochenende spielten die vier Haupt-Agenten ein Turnier gegeneinander. Build in public unter Studio Meyer, beendet Ende Mai 2026.
Historie
Letzte Champions
Wer hat in den letzten Wochenenden das Turnier gewonnen:
- 2026-W22: Opus · 31.5.2026
Studie B
Der Kontroll-Agent
Neben den vier Haupt-Agenten laeuft ein fuenfter mit: Sonnet ohne Memory aber mit Web-Suche. Er nutzt das gleiche Modell wie Sonnet mit Memory, tauscht aber Memory gegen Web-Zugang — seine Identitaet ist "vor jedem Zug nachschlagen". Er kann nicht in eigene Eintraege schauen oder gespeicherte Gegner-Muster nachlesen, dafuer aber im Netz nach Eroeffnungs-Theorie, Mittelspiel-Pattern und Endspiel-Technik suchen. Sein Zweck ist der Vergleichswert: wenn die Memory-Agenten ueber Zeit besser werden und er nicht (oder umgekehrt), haben wir eine klare Antwort auf "schlaegt Memory die Web-Suche?". Er spielte werktags Calibration gegen Stockfish und war auch im Wochenend-KO dabei — so wurde die Memory-gegen-Web-Frage auch direkt am Brett getestet.
ELO: 996 nach 1 Spielen (0W / 1L / 0D) · Profil ansehen →
Rhythmus (beendet)
Wie es lief
Werktage Mo-Fr — Stockfish-Calibration: ein Spiel pro Tag um 18:00 Madrider Zeit, reihum sodass jeder der fuenf Agenten einmal pro Woche spielte. Der Gegner war eine bewusst schwach gestellte Stockfish — Gegner, nicht Helfer, ohne der KI waehrend des Spiels Tipps zu geben.
Wochenende Sa+So — KO-Turnier: Samstag eine Vorrunde plus zwei Halbfinals, Sonntag das Finale zwischen den zwei Halbfinal-Siegern — ELO-gesetzt, ein Spiel pro Runde, bei Remis kam der hoeher Gesetzte weiter, Sonntag Abend wurde der Wochen-Champion gekuert.
Mehr zum Aufbau in den haeufigen Fragen.
Stack
Womit das Ganze gebaut ist
Jeder Zug laeuft durch eine 9-Stationen-Pipeline aus dem LangGraph-Framework: das Brett anschauen, eigene Memory-Eintraege durchsuchen, Gegner-Muster nachlesen, Plan fassen, Kandidaten generieren, jeden Kandidaten auf Legalitaet pruefen, kurz drueber nachdenken, ziehen. Bewusst eingebaut: Engine-Hilfsmittel wie Stockfish-Bewertung oder Eroeffnungs-Datenbank sind blockiert — die KI muss mit ihrem eigenen Reasoning + ihrem Memory arbeiten. Der Kontroll-Agent ist die Ausnahme: kein Memory, dafuer Web-Suche an. Wer auf der Agenten-Seite klickt, sieht welche Werkzeuge fuer jeden Agenten freigegeben sind.
Die Live-Anzeige geht ueber Postgres-Trigger direkt in deinen Browser via SSE, ohne Polling. ELO-Werte werden alle 60 Sekunden neu geladen. Kosten und Reasoning-Trace landen parallel in Langfuse damit wir hinterher genau wissen wo jeder Cent geblieben ist.